+ + + Aktuelle Sonderausstellung: Stade sammelt | 13.06. bis 26.09.2010 + + +

Topmodels - Leidenschaft Kartonmodellbau

7. Februar bis 24. Mai 2010

Schneiden – Knicken – Kleben: Mit Hilfe elementar einfacher Techniken entstehen aus Papier oder Karton dreidimensionale Gebilde, die je nach Absicht und Können des Erbauers Modelle, Spielzeuge oder Kunstwerke werden. Ob die zweidimensionalen Vorlagen gedruckt oder in eigener Konstruktionsarbeit entworfen werden, immer zeigt das Ergebnis die persönliche Handschrift des Erbauers.

Um die Leidenschaft des Bauens und Gestaltens auf die Spitze zu treiben, können die Arbeiten durch verschiedene Papiermechaniken beweglich gemacht werden. Oder man verkleinert die Arbeiten so weit, dass die Titanic, einschließlich Besatzung, nicht länger als eine Handfläche ist. Den gegensätzlichen Superlativ zeigt die Indianapolis. Das fast vier Meter lange Modell ist noch in der Ausrüstung. Es ist motorisiert und hat seine Schwimmfähigkeit bereits mehrfach bewiesen.
 
Unsere Ausstellung zeigt, wie sich versierte Modellbauer die unterschiedlichen Motive und Arbeitsweisen angeeignet haben. Und wie, bei allen Unterschieden, eines sie verbindet: die Leidenschaft Kartonmodellbau.

Modellbaubogen haben eine lange Geschichte: Der älteste bisher bekannte stammt aus dem Jahr 1529 und lässt sich zu einem Kruzifix zusammensetzen, das gleichzeitig als Sonnenuhr zu brauchen ist. Aber die Zeit der größeren Auflagen begann erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die großen Bilderbogenverlage ihren Kunden erfolgreich die Möglichkeit zum Schneiden, Knicken und Kleben gaben. Seit den 80er Jahren setzte ein neuer Aufschwung ein, der Kartonmodellbau entwickelte völlig neue Qualitäten. Und mit der Verbreitung des Computers verstärkte sich diese Bewegung. Im Internet findet man heute Hunderte von Baubogen, von denen viele kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden können.

Den Erbauer eines Dioramas, einer Modell-Landschaft, interessiert nicht das Einzelne, sondern der Zusammenhang der Dinge. Besonders beliebt sind Stadt- und Hafenlandschaften, die häufig nicht nur das Typische, sondern auch eine spezielle Situation darstellen. So kann man mit Modellen Geschichten erzählen...

In zahlreichen Museen und Ausstellungen kann sich der Besucher heute durch Kartonmodelle anregen lassen. Das Schwedenspeicher-Museum gehörte zu den ersten, die schon vor zwanzig Jahren eine umfangreiche Sammlung von „Schiffen aus Papier“ präsentierten.

 

Mit der jetzigen Ausstellung wird das erweiterte Spektrum von Motiven und Techniken gezeigt. Wie damals ist damit die Absicht verbunden, den Betrachter zu eigenen Versuchen zu ermutigen.

Der Flyer zur Ausstellung als PDF-Download